Blackberry meets Lemon

Am Wochenende habe ich mit meiner besten Freundin zum ersten Mal Cupcake-Seife gemacht. Es ist natürlich alles schief gegangen, was schief gehen konnte: Unser Seifenleim, sonst immer zu flüssig, dickte nun an bevor wir das Wort “Seife” überhaupt benutzen konnten, unser Spritzbeutel ist gerissen, sodass der Seifenleim überall herausqoll, und dazu kam noch meine eigenen Unfähigkeit den Spritzbeutel ohne zitternde Hand zu bedienen. Zwei der 10 Cupcakes sind ganz gut gelungen, der Rest sieht ein wenig kläglich aus. Trotzdem werden wir uns nicht unterkriegen lassen und es auf jeden Fall noch einmal probieren.
Ich möchte euch dennoch das Rezept präsentieren. Wenn man auf das schnelle Andicken gefasst ist, geht es bestimmt einfacher, bzw. man könnte mehr Flüssigkeit nehmen.

Blackberry meets Lemon

170g Palmin
400g Fettstange
100g Rapsöl
100g Olivenöl
150g Mandelöl
80g Walnussöl
2 TL Zucker
2 TL Salz
16g Seidenprotein
Duft: Blackberry von Behawe
ScentSationals Lemon Dream
Farbe: Schwarzes Eisenoxid
Dragocolor Gelb Extra

Flüssigkeit und NaOH sind bitte selber zu berechnen.
Ich habe 7% überfettet und 33% Flüssigkeit genommen.

1000g GFM haben bei mir nur für 10 Cupcakes gereicht und das nicht sehr gut, ich würde also empfehlen mehr zu machen und das Rezept entsprechend anzupassen.

Anleitung:
Zu allererst habe ich das destillierte Wasser abgewogen und die Farben angerührt. Gelb habe ich weniger als eine 1/2 Msp. genommen, da ich wirklich nur einen zarten Gelbton haben wollte, von dem Eisenoxid habe ich etwa 1 TL angerührt, hier muss man aber wohl mehr nehmen, denn ich wollte ein richtig schönes Schwarz und herausgekommen ist ein nettes, aber helles Grau.

Im restlichen Wasser habe ich Zucker und Salz aufgelöst und das abgemessen NaOH hinzugefügt und die Lauge angerührt. Diese durfte dann im eisgekühlten Wasser ruhen und an Hitzeverlieren.

Die festen Fette habe ich in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen lassen und in der Zwischenzeit die Öle abgewogen und in eine Schüssel gegeben. Anschließend habe ich das Seidenprotein abgemessen. Im Endeffekt glaube ich, dass dieses am schnellen Andicken schuld war und man ruhig auch weniger nehmen sollte oder eben nur für den unteren Teil.

Wenn die festen Fette geschmolzen sind, kann man sie zu den Ölen dazugeben und noch etwas abkühlen lassen, bis auch die Lauge nur noch handwarm ist (bitte nicht in die Lauge mit den Fingern gehen, sondern von außen mit der Hand etwa 20 Sekunden fühlen).
Wenn alles bereit ist, die Lauge durch ein Sieb in die Fette geben und mit dem Pürierstab gut mixen bis alles einen schönen Seifenleim ergibt. Ich habe an dieser Stelle nun das Seidenprotein hinzugefügt und erst danach den Seifenleim geteilt, wenn man allerdings nur einen Teil mit Seide machen möchte, so muss dieser Schritt erst später erfolgen.

Nach nochmaligem guten Mixen habe ich den Seifenleim dann geteilt (etwa hälftig), einmal für den unteren Teil und einmal für die Creme oben drauf. Den Seifenleim für den unteren Teil habe ich schnell beduftet (vorsicht, laut Beschreibung dickt dieses schnell an, bei mir hat es das nicht getan, der Seifenleim von beiden Portionen ist gleich schnell angedickt) und anschließend gefäbrt, gut durchgemixt und in die Cupcake-Förmchen verteilt. Ich habe einen Plastiktortenheber dazu verwendet den unteren Teil oben glatt zu streichen, das funktioniert wunderbar.

Dann habe ich mich der Creme angenommen. Da musste ich mich dann schon wirklich beeilen, damit der Seifenleim überhaupt noch was taugte. Den Pürierstab habe ich kurz abgepült, sodass keine Reste mehr von dem anderen Seifenleim dran waren. Dann habe ich Duft und Farbe hineingemixt und den Seifenleim in den Spritzbeutel umgefüllt, denn dieser war nun schon arg angedickt. Im Nachhinein kann man sagen, dass er auch noch ein bisschen fester hätte sein können, denn die Struktur der Sterntülle ist ein bisschen verloren gegangen bei den ersten beiden Cupcakes, aber der Rest (bei dem noch was durch die Sterntülle ging) hat viel Struktur und sah gut aus.

Ich habe zurerst mittig auf alle Cupcakes Seifenleim aufgespritzt, um anschließend gut drumherum spritzen zu können. Leider bin ich einige Male beim Drumherumspritzen verwackelt und der Spritzbeutel ist auf aufgeplatzt, sodass einige Cupcakes oben drauf aussehen, als wäre der Wattwurm zu besuch gekommen. Aber für meine erste Cupcake-Seife bin ich eigentlich doch ganz zufrieden!

2 thoughts on “Blackberry meets Lemon

  1. Fidi says:

    Mit gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Fantasie kann man ein My von Blackberry erkennen…. Ôo’
    Okay, so viel Fantasie habe ich nicht. Für mich sieht es immer noch nach Vernon Dursley-Socke aus. xD

    • Mimi says:

      Deshalb wird das auch mit einem Muffinförmchen schön kaschiert :D
      Und riechen tut es auch nicht nach Brombeere, wie ich festgestellt habe. Der Zitronenduft ist einfach sehr prägnant und übertüncht den Bromberduft.

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