Sweet Champagne

Sweet ChampagneZiemlich genau vor einer Woche war ich fleißig und habe Seife gesiedet. Ich habe ein neues Rezept von mir ausprobiert und an sich bin ich auch zufrieden, nur beim Schneiden ist mir die Seife leider auseinander gebröckelt. Woran das liegt, habe ich noch nicht herausgefunden. Ich habe es bei Zimmertemperatur und gefroren versucht, beim nächsten Mal werde ich es mit Wärme ausprobieren und berichten, ob das besser ging.

Aber nun zum Rezept:

1. Teil – Basis (Erdbeer-Champagner)

108g Palmin (Kokosfett)
200g Fettstange
107g Rapsöl
10g Jojobaöl
50g Mandelöl
25g Walnussöl
alkoholfreier Sekt Rosé
25g Zucker
Duft: ScentSationals Champ-Erdbeere
Farbe: Dragocolor Brilliantrosa

Flüssigkeit und NaOH sind bitte selber zu berechnen.
Ich habe 8% überfettet und 33% Flüssigkeit genommen.

Anleitung:
Zunächst einmal habe ich einige Stunden vor dem Sieden den alkoholfreien Sekt abgekocht, sodass die Kohlensäure entweicht. Anschließend habe ich einen Teil davon zu Eiswürfeln gefroren, den Rest in eine Flasche abgefüllt und in den Kühlschrank gestellt. Da das Frieren einige Zeit dauert, habe ich dass schon Stunden vor dem Sieden gemacht.

Der zweite Schritt ist das Anrühren der Lauge. Ich habe 1/3 der Flüssigkeit aus der Flasche im Kühlschrank genommen und darin den Zucker aufgelöst, den Rest Flüssigkeit habe ich mit den Eiswürfeln aufgefüllt.
An diesem Punkt ist es auch sinnvoll die Farbe anzurühren. Ich habe dazu eine Messerspitze Dragocolor Brilliantrosa mit zwei Teelöffeln der Flüssigkeit in einem Reagenzglas angerührt.
Dann wird die Lauge angerührt. Das abgemessene NaOH wird zur restlichen Flüssigkeit gegeben. Ich stelle meinen Messbecher mit der Lauge immer ins Spülbecken, das ich vorher mit kaltem Wasser und ein paar Eiswürfeln bestückt habe, sodass die Lauge schneller abkühlt. Beim Anrühren der Lauge bitte keine Angst haben, wenn sie sich verfärbt. Bei mir war sie zuerst ganz transparent und wechselte dann zu einem blutrot bis sie schließlich rotbräunlich war. Das liegt an dem Sekt, mit dem die Lauge angerührt wird.

Anschließend habe ich die festen Fette, also das Palmin und die Fettstange, bei niedriger Temperatur geschmolzen, sodass das Fett nicht zu heiß wird. Da das einige Zeit dauert, habe ich in der Zwischenzeit die Öle abgemessen und in eine Schüssel gegeben. Die geschmolzenen Fette gieße ich anschließend dazu. Ich arbeite immer mit Schüsseln, da ich keinen Topf habe, in dem ich den Seifenleim anrühren kann.

Der Seifenleim muss nun mit dem Pürierstab gut durchgemixt werden. Bitte aufpassen, dass keine Luft in den Seifenleim gemixt wird, das gibt nachher nur Luftlöcher in der Seife. Dann kommt auch schon der Duft hinzu. Ich mache das immer nach Augenmaß und messe das nicht extra ab. Mit dem Pürierstab gut durchmixen, sodass sich der Duft verteilt. Dann noch einmal die Farbe durchrühren (in meinem Fall leicht schütteln) und auch hinzugeben, wieder gut durchmixen. Bei mir hat sich der Seifenleim leicht rosa verfärbt, er ist dann noch nachgedunkelt, aber nicht mehr viel.

Den Seifenleim kann man sofort in die Blockform füllen (so habe ich das gemacht), aber man kann ihn mit Sicherheit auch erst stehen lassen und sich dem zweiten Teil widmen. Ich habe meinen Lumbinigarden Pfundskerl benutzt, da bleibt noch Seifenleim bei übrig, damit das Topping noch oben drauf passt. Ich habe den Rest einfach für Seifenpralinen genutzt und meine Silikonformen für Pralinen damit gefüllt.

2. Teil – Whipped Topping

200g Palmin (Kokosfett)
200g Fettstange
90g Rapsöl
10g Jojobaöl
destilliertes Wasser
25g Zucker
Farbe: Titandioxid

Flüssigkeit und NaOH sind bitte selber zu berechnen.

Anleitung:
Die festen Fette sollten hier schon einige Stunden den Kühlschrank verlassen haben, da sie sonst zu fest sind.

Auch hier habe ich als erstes die Lauge angerührt. Destilliertes Wasser in Form von Eiswürfeln habe ich mittlerweile schon dauerhaft in meinem Eisschrank gelagert, sodass ich das nicht vorher erledigen musste. Von dem Topping werden vielleicht 100g Seifenleim benötigt, aber eine kleinere GFM zu machen, bedeutet auch wesentlich genauer wiegen und ich habe keine Wage mit Nachkommastellen. Ich habe den Rest einfach wieder für Seifenpralinen genutzt.
Bevor ich die Lauge anrühre, nehme ich noch drei Esslöffel Wasser ab, um das Titandioxid anzurühren. Davon habe ich ca. einen 3/4 Teelöffel genommen.
Die Lauge wird wie oben angerührt, nur nicht mit Sekt, sondern mit destilliertem Wasser.

Während die Lauge abkühlt, habe ich die Fette abgewogen. Die festen Fette kommen sofort in eine Schüssel, während ich die Öle in einem Messbecher danebenstelle, denn zunächst müssen die festen Fette mit einem Handmixer (kein Pürierstab!) aufgeschlagen werden. Sie werden cremig weiß. Dazu habe ich dann die Öle gegeben und das Ganze sieht ein bisschen aus wie Sahne.

Ist die Lauge abgekühlt genug, gebe ich sie zu den Fetten und rühre kräftig weiter. Die Konsistenz ist nun Eischnee sehr ähnlich und es glänzt. Dann wird das Titandioxid dazugegeben, damit das Topping seine schöne weiße Farbe auch behält. Für das Topping habe ich keinen Duft vorgesehen und man muss ein bisschen warten bis der Seifenleim andickt, damit man ihn etwas uneben in die Form geben kann, auf den anderen Seifenleim drauf.

Da ja relativ viel Seifenleim übrig bleibt, habe ich den Rest noch schnell mit ScentSationals Piña Colada beduftet, durchgemixt und anschließend in die Pralinenformen verteilt.

Das war es auch schon. Ich habe die Seife zwei Tage später ausgeformt und noch drei weitere Tage gewartet mit dem Schneiden. Wie schon gesagt, hat sie da schon beim ersten Stück gebröckelt, also habe ich noch eine Woche gewartet. Es hat sich jedoch keine Besserung eingestellt, sodass ich sie dann ein paar Stunden eingeforen habe. Das Schneiden an sich ging ganz einfach, auseinandergefallen ist sie mir trotzdem. Beim nächsten Mal probiere ich es mit Wärme und werden dann editieren, welchen Effekt das gebracht hat.